In der Mitte liegt die Kraft

Im Moment leben wir in schwierigen Zeiten. Umfragen zeigen eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft. Viele fühlen sich durch die weltpolitische Entwicklung verunsichert und bedroht, andere sehen darin einen notwendigen Paradigmenwechsel zu mehr Gerechtigkeit und Miteinander.

Aus astrologischer Sicht prallen verschiedene Anschauungen und Systeme aufeinander. Jeder Einzelne soll im Sinne des Ganzen verantwortlicher und nachhaltiger denken und handeln lernen (Pluto), wobei alte Denkweisen auf machtvolle Weise versuchen bestehende Ordnungen aufrecht zu erhalten. Revolutionäre und kriegerische Auseinandersetzungen (Uranos) bringen diesen Prozess in Bewegung. Konfrontiert mit dem „Meister des Machbaren“ (Saturn), der nur realistische Ziele zulässt und unsere Träume (Neptun) wie Seifenblasen zerplatzen lässt, herrscht vielerorts Verwirrung, Zweifel und Ohnmacht. Dabei wäre es in der allgemeinen Situation dringend nötig und förderlich, ruhiger, gelassener und überlegter zu agieren, statt anzuklagen, dagegen zu sein und abzuspalten.

In jedem Fall fängt Verantwortung immer bei der Eigenverantwortung an: Mein eigenes Wohlergehen ist die Voraussetzung für ein Sinn-erfüllendes-Handeln im Außen.

Bei den starken Spannungen, die uns momentan innerlich wie äußerlich fordern, ist es eine besonders wichtige Aufgabe die Mitte zu wahren, ein „ZUVIEL“ ist falsch und ein „ZUWENIG“ ebenso und beide Extreme sollen über das herrschende Pluto-Uranos Quadrat erlöst werden.

Was bedeutet das für mich konkret?

Worin liegt meine persönliche Verantwortung in der momentanen Situation?

Wo ist mein individueller, kreativer Beitrag gefordert?

Die Antworten auf diese Fragen, die den Lebensplan jedes Einzelnen betreffen, finden wir im Horoskop:

https://www.alpen-heilpraxis.de/anmeldung-und-details-beruf-berufung/

Welche konkreten Aufgaben sich auch immer für jede/jeden von uns ergeben, eines ist für uns ALLE sinnvoll und förderlich: innere Ruhe zu bewahren, die Position des Beobachters einzunehmen und die eigene Rolle im großen Ganzen aus der META-EBENE zu betrachten. In der indischen Philosophie heißt dieser Weg „Advaita Vedanta“.

Gerade in belasteten und verfahrenen Situationen bzw. Diskussionen habe ich die Erfahrung gemacht, dass einfach nur zu beobachten, nicht zu beurteilen oder zu verurteilen mich die Übersicht bewahren lässt. Vieles ist plötzlich nicht mehr so wichtig, Ängste verschwinden und eine größere Gelassenheit stellt sich ein.

Ich kann nur aus der Ruhe kommend für meine Mitwelt von Nutzen sein, nur mit Übersicht einen konstruktiven Beitrag leisten.

(Literaturempfehlung: Ramesh S. Balsekar, „Wen kümmert´s“, 2001; Sri Nisargadatta Maharaj, „Ich bin“, Teil I-III, 1996, 1997, 2003)

© Barbara Alpen