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Vom Festhalten und Loslassen

Im Juli 2020 hatte ich ein Gespräch mit meiner ältesten Freundin, sie ist Organisatorin eines klassischen Orchesters und arbeitet mit einem Pool von ca. 2000 Musikern aus mehreren Ländern. Sie schilderte mir ihre persönliche Situation: 

Nahezu alle Konzerte wurden für dieses und zum Teil auch für nächstes Jahr abgesagt. Das bedeutet für diese Künstler nicht nur einen immensen finanziellen Ausfall mit ernsthafter Existenzbedrohung, sondern auch eine enorme emotionale und persönliche Belastung. 

Für viele dieser Kunst- und Kulturschaffenden bedeutet diese staatlich verordnete Einschränkung ihrer Berufsausübung eine traumatische Verunsicherung im Hinblick auf ihre Zukunft.

Nun gibt es die Einschätzung in unserer Gesellschaft, die amtlichen Vorgaben seien durch den Schutz der Bevölkerung in dieser „pandemische Lage von nationaler Tragweite“ gerechtfertigt, andere sind der Überzeugung, es handele sich um unverhältnismäßige Eingriffe in unsere individuellen Freiheiten und dadurch seien unsere Grundrechte verletzt.

Ich will in diesem Artikel einen neutralen Überblick geben über die astrologischen Konstellationen, welche zu solchen Spannungen und mitunter auch zu gesellschaftlichen Spaltungen führen können. 

Wie Macht und Wille zu einer gesellschaftlichen Spaltung führen (können) und welche Lösungen sich anbieten

Die aktuelle Konstellation: 

Die diese Zeit jetzt und auch die nächsten Jahre prägende Grundenergie ist die Pluto/Saturn Konjunktion im Steinbock (siehe auch: https://www.alpen-heilpraxis.de/globaler-systemwechsel-2020/), die momentan noch von Jupiter im Steinbock verstärkt wird. 

Diese Planetenstellung im Sternzeichen Steinbock bedeutet eine starke Macht-Konzentration, das heißt, wer jetzt die Macht hat, glaubt das Recht und das „Bestimmen“ auf seiner Seite. Das gilt nicht nur für Politiker und Regierungen, sondern auch für Einzelpersonen, Organisationen und Bewegungen. Jeder will mit seiner Sichtweise recht haben, will Meister und Prophet für die anderen sein und ist zugleich Feind aus der Sicht derer, die ihm nicht zustimmen. Eine äußerst rigide, disharmonische Grundenergie, die sich in einer Art alleinseligmachender Verantwortung sieht und versucht diese Sichtweise für sich und andere durchzusetzen.

Vom 28. Juni 2020 bis zum 7. Januar 2021 stellt sich dieser alles überspannenden Energie ein feuriger und kampfbereiter Mars entgegen.

Das heißt, wenn bis dahin gesetzlich verordnete Beschränkungen akzeptiert wurden, ist das nun zu Ende. Je nach Auslöser im Horoskop fühlen sich mehr und mehr Menschen unterdrückt oder gegängelt und reagieren mit Aggression und Verweigerung, zeigen eine starke Bereitschaft sich gegen die Einschränkungen ihrer Freiheitsrechte zur Wehr zu setzen.

Das muss sich nicht nur auf Corona und Gesundheitsthemen beziehen, wir erleben dieses Aufflammen von Widerstandshandlungen weltweit zu ganz unterschiedlichen Themen. 

Es ist ein Kampf für das Neue gegen das Alte.

Der Widder-Mars (der Wille) wehrt sich gegen Machtinstitutionen und Bestimmungen, egal ob richtig oder falsch, das ist wertfrei zu sehen, eher als ein Aufstand von jungen Energien gegen die alten Energien. Diejenigen, die „das Neue“ wollen und „das Alte/Althergebrachte“ abschaffen wollen gegen die anderen, die „am Alten“ festhalten wollen. 

Dieser innere und äußere Kampf wird sich zwischen dem 10. September 2020 und dem 14. November 2020 noch verstärken, wenn der Mars im Widder rückläufig wird und Gefahr läuft destruktiv zu werden.

Was wir jetzt nicht brauchen sind:

  • Besserwisserei von allen Parteien und Gruppen
  • Angriffe und Ausgrenzung von Andersdenkenden
  • Provokation sowohl von Seiten „der Mächtigen“ als auch von Seiten „der Schwachen“
  • Rücksichtslosigkeit gegenüber „dem Anderen“
  • Intoleranz in jeder Form
  • Der Stärkere frisst den Schwächeren
  • Neue Einschränkungen und Verbote

Was wir brauchen sind:

  • Umsicht für die extrem angespannte Situation
  • Mediation zwischen den Extremen
  • „runde Tische“ für konstruktive Ideen
  • Mut, sich der eigenen Wut zu stellen
  • Echtes Zuhören, statt Niederbrüllen und Hetzen
  • Endlich Eigenverantwortung übernehmen
  • Individuelle Entscheidungen treffen

„Die Überzeugung recht zu haben oder das Richtige zu tun, verbunden mit der Verbissenheit eines rückläufigen Mars, verleitet zu einem Tunnelblick, der Konflikte zusätzlich befeuert und verschärft.“ (Alexandra Klinghammer, Diplompsychologin und Astrologin)

Rechthaberei könnte uns allen – egal von welcher Seite – zum Verhängnis werden und unsere Demokratie ernsthaft gefährden.

Jeder hat gem. Art. 5 (1) GG „das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.“

Setzen wir uns zusammen und reden wir miteinander!

Das fordert eine erwachsene, eigenverantwortliche Steinbock-Energie von jedem einzelnen von uns und nützt einen ungestümen, feurigen Mars als Initiator und Ideenbringer zu integrieren statt ihn als Revolutionär und Zerstörer zu verteufeln.

Tipp: statt immer wieder blind in Rage zu geraten und die Meinungen anderer zu verurteilen, empfehle ich folgende Übung:

Nehmt Euch (zumindest für einen Tag) vor Eure Reaktionen genau zu beobachten und notiert Euch, was passiert, wenn Eure Beobachtung über das reine Wahrnehmen hinausgeht und ihr zu Eurer Beobachtung hinzu ein persönliches Urteil fällt. 

Das schult Euren Geist zwischen Wahrnehmen und Interpretieren unterscheiden zu lernen und verschafft der Seele Zutritt zu Eurem Denken und Fühlen.

Wir brauchen diese Schulung um mit klarem Geist wahr von unwahr zu trennen. 

© Barbara Alpen